EU-Richtlinie 2023/2673 · Umsetzung je Land

Der Widerrufsbutton in der EU.
Land für Land.

Die EU-Richtlinie 2023/2673 verlangt für Online-Fernabsatzverträge eine Widerrufsfunktion. Umgesetzt wird sie national, Land für Land – in einigen Staaten gilt sie bereits, in anderen kommt sie.

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Stand 2. November 2026

In welchen EU-Ländern gilt der Widerrufsbutton?

LandRechtsgrundlageGilt seit / abStatus
Deutschland§ 356a BGB19. Juni 2026In Kraft
NiederlandeArt. 6:230oa BW (Stb. 2026-153)25. Juni 2026In Kraft
FrankreichArt. L. 221-21 + D. 221-5 Code de la consommation (Ordonnance n° 2026-2, Décret n° 2026-3)19. Juni 2026In Kraft
ItalienArt. 54-bis Codice del consumo (D.Lgs. 209/2025)19. Juni 2026In Kraft
Österreich§ 13a FAGG (BGBl. I Nr. 59/2026)1. Oktober 2026In Kraft
BelgienArt. VI.61/2 WER/CDE (Gesetz vom 19.07.2026)14. August 2026In Kraft
SpanienArt. 106 bis TRLGDCU (Anteproyecto, Entwurf)offenIn Umsetzung
LuxemburgProjet de loi n° 8758 (Entwurf; geplant: Art. L. 222-10-2 Code de la consommation)offenUmsetzung ausstehend

„In Kraft“ = national umgesetzt und geltend. „In Umsetzung“ bzw. „Umsetzung ausstehend“ = Gesetzgebung läuft, noch nicht in Kraft. Übrige EU-Staaten setzen die Richtlinie fortlaufend um. Keine Rechtsberatung; maßgeblich ist die jeweilige nationale Fassung.

Was bedeutet das für grenzüberschreitende Shops?

Entscheidend ist nicht, wo Ihr Unternehmen sitzt, sondern an welche Verbraucher Sie verkaufen. Wer an Verbraucher in einem Land liefert, in dem die Pflicht bereits gilt, braucht den Widerrufsbutton – auch als Händler aus einem Land, das die Richtlinie noch nicht umgesetzt hat.

Für die meisten Shops heißt das: Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Italien, seit dem 14. August 2026 Belgien und seit dem 1. Oktober 2026 Österreich sind bereits abzudecken. Ein einheitlicher Button für alle Märkte spart die Einrichtung in jedem Land einzeln.

Ein Konto, mehrere EU-Märkte

Alle Länder aus einer Lösung

WiderrufButton stellt die gesetzliche Widerrufsfunktion in sechs EU-Sprachen bereit – mit dem gesetzlichen Wortlaut, wo ein Land ihn vorschreibt (z. B. Frankreich: Art. D. 221-5 Code de la consommation; Italien: Art. 54-bis Codice del consumo), und mit einer eindeutigen Beschriftung aus Gesetzesbegründung und Richtlinie, wo das Gesetz keinen Wortlaut festlegt (Niederlande, Art. 6:230oa BW). Die Beschriftung richtet sich nach der Sprache, in der der Button angezeigt wird, die zitierte Rechtsgrundlage nach den gewählten Märkten (§ 356a BGB, Art. 6:230oa BW, § 13a FAGG, Art. VI.61/2 WER/CDE, Art. L. 221-21 und D. 221-5 Code de la consommation, Art. 54-bis Codice del consumo). In Spanien und Luxemburg ist das Umsetzungsgesetz noch nicht beschlossen; dort gibt es noch keinen gesetzlichen Wortlaut, und der Button nutzt eine eindeutige Beschriftung in der jeweiligen Sprache. Jeder Widerruf erhält eine automatische Eingangsbestätigung mit fälschungssicherem, öffentlich prüfbarem Nachweis.

Details je Land

Stand: 2. November 2026. Grundlage ist die EU-Richtlinie 2023/2673; die Umsetzung erfolgt national und wird fortlaufend ergänzt. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.